Jamie T: Sticks ‘N’ Stones
Die „Panic Prevention“ ist Jamie T offenbar gelungen – nachdem das gleichnamige Album 2007 von der englischen Presse gefeiert wurde und die Top Ten der Uk Charts erreichte, versucht der Mitt-Zwanziger aus Wimbledon dieser Tage nun, dem ‘Erfolg von vor zwei Jahren eins draufzusetzen.
Während die älteren Songs, darunter das hinreißende Calm Down Dearest, in ihrer Produktion noch dilettantisch wirkten und es auch waren, wurde Sticks ‘N’ Stones deutlich glatt gehobelt – für Jamie T Verhältnisse, versteht sich.
Sticks ‘N’ Stones: Panic Prevention war gestern
Der Song Sticks ‘N’ Stones prescht sofort nach vorne, und wird in englischen Pubs ganz bestimmt für einige Furore sorgen. Nach wie vor bewegt sich Jamie T irgendwo zwischen Hip Hop, Indie und – nun ja- Storytelling; dass er dabei ein wenig unbeholfen wirkt, macht ihn so authentisch. Gleichzeitig ist alles, was Jamie T in seinem Song Sticks ‘N’ Stones in Form zu gießen versucht, äußerst zielgerichtet und in seiner charmanten Art über jeden Zweifel erhaben. Vielleicht ist genau das auch der Grund dafür, dass Sticks ‘N’ Stones so locker, ja leichtfüßig ausfällt und die Vocals förmlich aus Jamies Kehle herauszusprudeln scheinen. In der Sprache des Hip Hop ist das wohl der Flow, der einen guten Rapper auszeichnet – auch wenn Jamie T in Wahrheit gar kein Rapper ist.
Im Endeffekt verbreitet Sticks ‘N’ Stones gute Laune, ohne wie von der Stange zu wirken. Nein, für den Normalo ist das zu seltsam. Jamie T ist nach wie vor ein „Weirdo“, auch wenn er von dem Versuch der „Panic Prevention“ direkt in die erste Liga englischer Indie-Künstler vorgedrungen ist. Nun ja, man könnte auch einfach sagen: Jamie T gilt offensichtlich als austherapiert. Herzlichen Glückwunsch.
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