„The Big Pink“ macht anders, als es der Band-Name vermuten lässt, elegische Rock-Musik, deren verzerrte Gitarren, Synthies und treibende Drums in Kombination mit der charismatischen Stimme des Sängers einen zeitlosen New Wave-Cocktail mixen.
„The big Pink“ besteht aus den Mitgliedern Robbie Furze und Milo Cordell, die mit Velvet nun die erste Single veröffentlicht haben. In seiner düsteren, cinematischen Art ist dieser Song eine wahre Hymne geworden, die in ihrer Sog-Wirkung tatsächlich das Zeug zum Klassiker hat.
Ein Blick auf die Vorbilder der Band auf deren MySpace-Seite verrät zugleich, dass der Verdacht psychedelischer Rock-Musik durchaus gerechtfertigt ist. „The Big Pink“ halten sich jedoch nicht an großen Namen fest, sondern suchen in Independent Filmen, Büchern und ausgewählten Alben ihre Inspiration. Rock-Stars, welche die Marschrichtung von „The big Pink“ zielgenau vorgeben, sucht man daher bei dem Duo aus UK vergebens.
Dennoch sind Vergleiche zu den großen Bands der New Wave-Ära, wie etwa Joy Division, gestattet, um sich vor dem ersten Hören auf „The big Pink“ einzustellen. Wer sich tiefergehend mit einem Song wie Velvet befassen möchte, findet einen Protagonisten, dem die Liebe widerstrebt, obwohl er sich doch so sehr nach ihr verzehrt. Sehnsucht, die in gewisser Weise „ausgemergelt“ erscheint – das hat Klasse und spiegelt sich in dem Sound von Velvet majästetisch wider.






