Maximo Park: Quicken the heart

Auch, wenn auf „Quicken the heart“ wieder die kleinen und großen Melodien mitschwingen, so fehlt doch der ganz große Hit, wie er auf „Our earthly pleasures“ mit „Books from boxes“ und auf dem Debut “A certain trigger” natürlich mit „Apply some preassure“ vorlag. Der Teufel steckt diesmal im Detail – Maximo Park versuchen, ihren Sound zu verfeinern. Aus diesem Grund braucht „Quicken the heart“ auch mehrere Durchgänge, um sich zu entfalten. Das ist aber kein Problem, da Maximo Park das Herz wieder einmal von Anfang an erwärmen: Es geht nicht um den schnellen Sex, um Love und Rock ‘n’ Roll, sondern darum, sich zu verlieben.

In gewisser Weise ist „Quicken the heart“ von Maximo Park auch wieder die Party, die erst allmählich in Fahrt kommt. Nicht, dass jetzt jemand vermutet, Maximo Park drehten zur zweiten Hälfte des Albums den Verstärker immer weiter auf – dem ist nicht so. Vielmehr wabert und pulsiert es an alle Ecken und Kanten, selbst wenn es einmal langsamer wird. Wer kennt nicht dieses wohlige Gefühl, wenn an einem lauschigen Abend diese wunderbare Gesprächen stattfinden, hier und da getanzt wird, während das eine oder andere alkoholische Getränk für Stimmung sorgt… wenn der Abend also einfach Sinn stiftet, auf eine leichte, heitere Art und Weise, versteht sich.

Wer derartige Momente zu schätzen weiß, wird „Quicken the heart“ von Maximo Park wohl genau dann, doch sicherlich auch an anderer Stelle genießen. Wäre das Wort nicht derart lächerlich konnotiert, könnte man von „intellektueller“ Musik sprechen, die in ihrem Herzen jedoch vor allem romantisch ist. Dem Titel nach wollen Maximo Park ohnehin nicht vordergründig unseren Verstand beflügeln, sondern unsere Herzen. Letztlich tun sie damit natürlich nicht zuletzt ersteres, was aber auch der Plan sein dürfte.

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