Maximilian Hecker: One Day

Ungewohnt rockig präsentiert sich der Wahl-Berliner Maximilian Hecker auf dem Vorboten zu seinem neuen Album „One Day“. „Misery“ heißt das gute Stück, dessen Titel symptomatisch für die Musik des traurigen Schlacks steht. Insgesamt ist „One Day“ jedoch ein Album geworden, das wieder einmal von dem so prägnanten Falsett-Gesang des inzwischen 31 jährigen Künstlers durchzogen ist.

Für seine Verhältnisse klingt Maximilian Hecker dann auch regelrecht maskulin, ohne freilich die ganze Miserie in ein wenig Watte zu packen. Denn, und da bleibt sich der Künstler treu, Hoffnung und Schönheit spielen auch auf „One Day“ wieder eine herausragende Rolle.

Manchmal klingt „One Day“ von Maximilian Hecker schon ein wenig nach Travis (so etwa das wunderschöne „The end of longing“); auch wenn Hecker freilich deutlich zurückhaltender agiert und in seiner Weinerlichkeit sofort zu erkennen ist. Doch auch, wenn seine Songs auch dieses Mal in ihrer Art traurig und fragil klingen, so ein doch positiver Charackter auf „One Day“ durch.

Seinen Genie-Streich hat Maximilian Hecker sicherlich bereits mit dem Debut-Album „Infinite Love Songs“ vorgebracht; was kam, waren durchaus Wiederholungen, wenn auch stets von Akzentuierungen und von anhaltender Leidenschaft durchzogen. Welche Berechtigung hat das fünfte Album „One Day“ von Maximilian Hecker also?

Zunächst einmal ist es also auch hier durchaus eine neue Facette, die uns diese zerrissene, und doch nach wie vor hoffnungsvolle, ja kraftvolle Persönlichkeit mit „One Day“ offenbart. Maximilian Hecker ist in seinem eigenen Kosmos „gefangen“, oder hat ihn vielmehr freiwillig bereist, um in intimer Nachbarschaft seine Kreise zu ziehen. Wer diesen Stern aus der Ferne mit seinem Teleskop sehen kann, der nimmt an diesem Schauspiel immer wieder gerne teil. Auch wenn es mittlerweile etwas weniger Menschen sein mögen, die in diesen Sphären von Maximilian Hecker schweifen.

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