Wie viel machen Depeche Mode mit der neuen Single eigentlich „Wrong“?

Seit bald 30 Jahren gehören Depeche Mode zu den beständigsten, erfolgreichsten und einflussreichsten Bands auf diesem Planeten. Unzählige Fans, ja Liebende, über 100 Millionen verkaufte Tonträger und ausgebuchte Konzert-Stadien sind hierfür der gerechte Lohn.

Am 17. April 2009 erscheint mit „Sounds of the Universe“ nun also das zwölfte reguläre Album der Briten; mit der Single „Wrong“ steht nun der erste Vorbote bereits in den Startlöchern – und der stößt erst einmal gnadenlos vor der Kopf.

Aus ist es mit dem typischen Pop-Schema aus Strophe und Refrain; letzteren haben sich die Herren Gahan, Gore und Fletscher einfach mal komplett geschenkt. Was übrig bleibt, sind eingängige Songstrukturen, die nicht gerade durch ihre Vielfalt überzeugen.  Trotzdem ist „Wrong“ von Depeche Mode ein kraftvoller, mitreißender Song geworden, der sich durch seinen stampfenden Rhythmus, den analogen Synthie-Sounds und natürlich der Stimme von Dave Gahan förmlich in die Gehörgänge einhämmert. Nach einigen Durchgängen wirkt „Wrong“ fast schon hypnotisch, mitreißend und und damit so typisch Depeche Mode.

Versucht man jedoch die Fan-Brille einmal – ganz kurz wenigstens – abzunehmen, so hört man hier jedoch keinen Klassiker, den es zuletzt 2005 mit „Precious“ aus dem Album „Playing the angel“ gab. Doch die Band, die ihren Ursprung im britischen Basildon findet, war schon immer für eine Überraschung gut. Songs wie „Come back“ oder „Hole to feed“, die zumindest als Demo-Versionen durch das Internet geistern, deuten auf einen frischen Sound hin.

Wrong“, so scheint es, ist in diesem düsteren und progressiven Gewand offenbar wieder einmal eine erste Single, die den geneigten Hörer auf die falsche Fährte führt (dies war schon bei „Personal Jesus“, „Barrel of a gun“ und auch bei „I feel you“ der Fall“).

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