Jack White hat eigentlich keine Nebenprojekte; schon mit seiner Zweitband, den Raconteurs, hat der Teufelskerl nunmehr zwei Alben hingelegt, so dass man sie durchaus als vollwertig bezeichnen muss. Einen ähnlichen Weg könnte der White Stripes-“Bruder“ nun auch mit „The Dead Weather“ gehen. Keine Frage, der Mann steht eindeutig unter Strom.
„Are friends electric?“ Was einst Gary Numan hat unsterblich werden lassen, ist bei „The Dead Wheather“ „nur“ die geniale B-Seite. Stimmlich zeigt sich nicht White, sondern Alison Mosshart verantortlich. Die Sängerin bei „The Kills“, die auch schon Brian Molko auf dessen letztem Placebo-Album fragte „Baby, did you forget to take your meds?“, ist hier natürlich verführerischer, als es die Sugababes je hätten sein können.
Die Single selbst wurde auf den Namen „Hang you from the heavens“ getauft. Hier agiert Jack White jedoch auch wieder stimmlich, mit der Gitarre tut er das sowieso. Auch, wenn man ihn in seiner prägnanten Art sofort erkennen mag, so ist hebt sich sich „The Death Weather“ doch deutlich von den anderen beiden Hauptprojekten ab.
In der Tat wirkt „Hang you from the heavens“ äußerst elektrisierend, ja beinahe „funky“. Hier wird sehr viel Rhythmus eingebaut, an jeder Ecke scheint etwas zu passieren. Gespannt darf man sicher auch auf das eine oder andere Duett sein, das „The Dead Weather“ auf dem im Juni erscheinenden Album „Horehound“ mit Sicherheit im Gepäck haben werden.
Keineswegs verschwiegen soll natürlich, dass „The Death Weather“ zusätzlich aus den Bandmitgliedern Jack Lawrence (The Raconteurs) und Dean Fertita (Queens Of The Stone Age) bestehen. Eine neue Supergroup also (…wenn sich das Wort nicht gerade in Verbindung mit Jack White irgendwann mal abnutzt).






