5 Minuten Collien Fernandez… das ist so die Dosis, die man sich auf VIVA noch gönnen mag. Tja, und auf MTV, da herrscht tote Hose, wenn wir einmal von den willigen Amazonen und Adonises in ihrer ständigen Fleischeslust absehen. Im “Untergang der Musikkultur im TV (Artikel folgt)” verbuche ich sodann das Musikfernsehen unter “ad acta gelegt” - man könnte auch getrost die Kneifzange rausholen und die Verbindungen kappen. Aber… was wird dann aus Collien Fernandez. Gut, lassen wir das also.
Markus Kavka, der Franz der gesprochenen Popliteratur, ist trotzdem er von MTV gegangen wurde, keineswegs “lost in space”, sondern jeden Freitag in voller Größe auf MySpace zu bewundern: “Kavka vs. the Web” schwimmt sich zwischen Web 2.0 und Rock, aber auch kavkaesquem Comedy frei - wobei sich letzteres auf das Web 2.0 bezieht, ersteres hingegen auf MySpace.
Markus Kavka auf MySpace
Markus Kavka macht also jetzt Werbung für MySpace - könnte man jetzt platt sagen - würde er dies nicht in dieser indirekten Weise tun, die man auch einfach als Konzept begreifen kann. MySpacer vorzustellen ist schließlich ebenso wenig verwerflich, wie Comedy-Einlagen rund um das Web 2.0.
Auch, wenn die Gags teilweise einen Bart haben, sind sie doch irgendwie originell umgesetzt. Zwischendurch wird die “Band der Woche” vorgestellt. Äh, ja, vielmer, d.h. neben der Vorstellung eines MySpacers, passiert dann auch nicht, was wiederum schade an Kavka vs. the Web ist.
Markus Kavka vs. the Web ist für meinen Geschmack jedenfalls viel zu kurz, um sich wirklich entfalten zu können. Da kann man nur hoffen, dass da noch etwas Luft nach oben ist. In der Zwischenzeit beschert uns die Kollaboration aus Markus Kavka vs. the Web jeden Freitag immerhin sieben Minuten Unterhaltung aus den Weiten des Web 2.0 und der Musiklandschaft, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
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